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Neues zum Thema Gutschriften

Seit Mitte des Jahres gilt eine gesetzliche Vorschrift, die den Umgang mit Gutschriften neu regelt. Dabei werden nun zwei verschiedene Fälle unterschieden:

  1. Gutschriften, die eine Leistung des Empfängers vergüten (z.B. Provisionsgutschriften)
  2. Gutschriften, die eine bestehende Rechnung korrigieren oder ganz aufheben

Während man früher beide Fälle mit dem selben Dokument "Gutschrift" abhandeln konnte, ist dies nun nicht mehr erlaubt.

Der Begriff "Gutschrift" darf jetzt nur noch in Fall 1 verwendet werden. Für Fall 2 müssen Begriffe wie "Korrekturrechnung" oder "Stornorechnung" verwendet werden. Auch "Rechnung" bleibt erlaubt, wenn negative Werte eingegeben werden. Außerdem muss ein klarer Bezug zu der Rechnung erkennbar sein, die korrigiert oder aufgehoben wird.

In Revolver ist die neue Vorschrift einfach umzusetzen: Unter "Einstellungen - Allgemein - Wertelisten" gibt es die Werteliste "Rechnungsart". Fügen Sie dort zwei weitere Punkte hinzu: "Korrekturrechnung" und "Stornorechnung". Der Design-Modus muss hierfür nicht aktiviert werden. Ab Revolver 8.4.8 Beta 4 sind diese Punkte schon standardmäßig enthalten.

Die Handhabung erfolgt so:

  1. Fall (Vergütung einer Leistung): Erstellen Sie wie bisher eine Gutschrift mit dem Dokument-Typ "Gutschrift" (mit positiven Werten).
  2. Fall (Korrektur oder Stornierung einer Rechnung): Erstellen Sie eine neue Rechnung (ggf. als Duplikat der inkorrekten Rechnung), und stellen Sie die Rechnungs-Art auf "Korrekturrechnung" oder "Stornorechnung". Ganz wichtig: Geben Sie negative Werte ein (mit Minuszeichen).

Falls jemand den gesetzlichen Hintergrund nachlesen möchte: Im Amtshilferichtlinie-Umsetzungsgesetz findet man die entsprechende Neuerung auf Grundlage von §14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 19 UStG. 

Den geänderten § 14 „Ausstellung von Rechnungen“ UStG finden Sie hier.

Erstellt 15, Okt 2013 in News von paul.gaspar
Bearbeitet 17, Okt 2013 von bjoern.weiler

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